XPEL Lackschutzfolie: wo sie sich lohnt und was sie aushält.
Lackschutzfolie lohnt sich überall, wo ein Auto im Alltag Kratzer und Steinschläge abbekommt: an Griffmulden, B-Säulen, Einstiegen und Ladekante, beim Neuwagen zuerst an der Front. Die transparente XPEL-Folie ist über 200 µm dick, leichte Kratzer verschwinden durch Wärme, und tiefe Schäden bleiben in der Folie statt im Lack.
Das Wichtigste in Kürze.
- 5:19Die Beifahrerseite bekommt mehr Kratzer und Steinschläge ab als die Fahrerseite: Mitfahrer gehen weniger vorsichtig mit dem Auto um, und am rechten Fahrbahnrand wird mehr Schmutz hochgewirbelt.
- 7:40Türeinstiege, Griffmulden, Ladekante und B-Säulen aus Hochglanz-Kunststoff verkratzen im Alltag schnell. Folie an diesen Stellen ist fast bei jedem Auto sinnvoll.
- 8:13Für Neuwagen empfiehlt Tobi zuerst die Front: Stoßstange, Motorhaube, Spiegel und Kotflügel. So bleibt die Front im Neuzustand.
- 11:25Beispiel Schlüsselkratzer: Unter der Folie war der Lack unbeschädigt, die ungeschützten Teile mussten nachlackiert werden.
- 15:53Farbfolie aus PVC ist etwa 70 bis 100 µm dick. Die transparente XPEL-Folie aus TPU ist über 200 µm dick und hat 10 Jahre Herstellergarantie.
- 21:06Leichte Kratzer in der Folie verschwinden durch Wärme, im Alltag durch die Sonne. Tiefe Schäden bleiben in der Folie, der Lack darunter bleibt geschützt.
Welche Stellen schützt XPEL am Alltagsauto?
Nicos Audi RS Q3 ist komplett mit Farbfolie foliert, PWF in Chalk Grey. Die Front ist deshalb nicht zusätzlich mit Lackschutzfolie beklebt. Geschützt haben wir die Stellen, die im Alltag abgenutzt werden: alle vier Türgriffmulden, die B-Säulen und hinten die Türeinstiege. Vorne hatte das Auto schon einen Einstiegsschutz.
Die B-Säulen aus schwarzem Hochglanz-Kunststoff verkratzen enorm und extrem schnell. Am Einstieg hinten bleibt man mit dem Fuß hängen, mit Kindern oder mit Mitfahrern, die den Fuß nicht mehr so hoch heben. Mit Folie wischt man einfach darüber: Kleinere Kratzer sind nicht im Lack und verschwinden durch Wärme wieder.
Interessant ist, dass die Griffmulden auf der Fahrerseite selten verkratzt sind, auf der Beifahrerseite und an den hinteren Türen dagegen schon.
„Du selber als Besitzer bist meistens der Fahrer und du selber als Besitzer gehst mit deinem Auto einfach anders um als andere.“
Tobias Ziegler
Warum bekommt die Beifahrerseite mehr Steinschläge ab?
Auch die Schwelleraufsatzleisten und der Bereich hinter dem Rad haben XPEL bekommen. Bekommt das Auto breitere Felgen, die ein paar Millimeter weiter herausstehen, schießen Schmutz und Steine genau dorthin. Mit Folie ist an diesen Stellen auch die Farbfolie darunter geschützt.
Auf der Beifahrerseite ist das im Schwellerbereich immer mehr als auf der Fahrerseite. Der Dreck kommt von rechts: Dort fahren auf der Autobahn die LKWs, und auf der Landstraße liegt Richtung Gehweg und Fahrbahnrand mehr Schmutz. Geschützt haben wir trotzdem beide Seiten, damit das Gesamtergebnis stimmt.
Hinten geht es an der Ladekante weiter. Dort steigen keine Menschen ein, sondern Einkäufe und Koffer. Die Folie geht bis zur Kante und ist teilweise gar nicht zu sehen.
Welche Stellen sollte man beim Neuwagen schützen?
Feste Pakete gibt es bei uns nicht wirklich. Für Autos, die viel genutzt werden, mit viel Ein- und Aussteigen und viel Transport, gibt es eine Art Familiennutzungspaket: Türeinstiege, Griffmulden, Ladekante und B-Säulen. Für Tobi ist das fast ein Muss bei jeder Folierung und bei jedem Detailing.


Beim Neuwagen, dessen Farbe einem gefällt, beginnt der Schutz an der Front: Stoßstange, Motorhaube, Spiegel, A-Säule und Dachansatz, die A-Säule nicht unbedingt komplett. Das empfehlen wir allen, die ihr Auto lange in diesem Zustand erhalten wollen. Danach kann man weitergehen, mit Seitenschwellern und Radlauf hinten, überall dort, wo Dreck und Steine hochschießen.
Nicos RS Q3 hat 40.000 km auf dem Tacho, und die Stoßstange hat etwas abbekommen. Hätte der Erstbesitzer gleich am Anfang Stoßstange, Motorhaube und Kotflügel bekleben lassen, wäre die Front heute fast garantiert im Neuwagenzustand. Was wir an der Front verkleben, steht auf der Seite Lackschutzfolie.
Lohnt sich Lackschutzfolie für den Wiederverkauf?
Stellen Sie sich zwei identische Autos mit gleichem Kilometerstand vor. Auto A wurde normal genutzt, mit Steinschlägen, Abnutzung und Kratzern, die sich im Alltag nicht verhindern lassen. Auto B hatte von Anfang an Lackschutzfolie und ist im Zustand wie bei Kilometer null. Welches Sie kaufen würden und welches beim Verkauf mehr wert ist, ist eine rhetorische Frage.
Gerade bei Fahrzeugen ab etwa 80.000 € lohnt es sich, das prozentual zu sehen: Man gibt ein paar hundert oder tausend Euro aus, und nach einigen Jahren ist das Auto je nach Nutzung wahrscheinlich mehr wert. Im Sportwagenbereich über 100.000 € zählt beim Verkauf, ob Teile nachlackiert, beilackiert oder beschädigt sind, verglichen mit einem gleichwertigen Auto im Originallack.
Ein Beispiel von einem Kunden: Sein Sportwagen war vorne bis zur Tür foliert, dann ist jemand mit dem Schlüssel einmal ums ganze Auto gegangen. Der Kratzer war zu tief für die Selbstheilung. Unter der abgezogenen Folie war der Lack aber unbeschädigt. Kotflügel hinten, Heckklappe und der Kotflügel auf der anderen Seite waren nicht foliert und mussten nachlackiert werden.
Was unterscheidet Farbfolie und Lackschutzfolie?
Folie ist nicht gleich Folie. Klassische Farbfolie besteht aus PVC und ist je nach Hersteller, Folie und Kleber etwa 70 bis 100 µm dick. Sie hält etwa 5 Jahre. Die transparente Lackschutzfolie von XPEL besteht aus TPU, also thermoplastischem Polyurethan, ist über 200 µm dick und hat 10 Jahre Herstellergarantie. Dicke, Material und Haltbarkeit sind der große Unterschied.
Tobi erklärt das gern mit Gartenarbeit. Wer den Schnitt eines Dornenbuschs mit bloßen Händen wegträgt, ist der Originallack ohne Folie. Normale Gartenhandschuhe senken das Verletzungsrisiko. Die Lackschutzfolie ist der dicke Lederhandschuh.
Auch eine Farbfolie schützt das Auto im Alltag funktionell, ein Steinschlag auf der Autobahn kann sie aber beschädigen. Mehr zu Farbfolie und CYS steht auf der Seite Folierung.
„Zu 1000 % kannst es nie absichern, aber mit jeder Schicht minimiert man es natürlich.“
Tobias Ziegler
Verschwinden Kratzer in der Folie wirklich?
Am Musterblech zeigt Tobi den Unterschied: links nur Lack, rechts mit Lackschutzfolie. Mit einer Drahtbürste werden beide Seiten zerkratzt, dann kommt etwas Wärme dazu. Nach kurzer Zeit sind die leichten Oberflächenkratzer in der Folie verschwunden.
Am Auto übernimmt das die Sonne, die Kratzer gehen mit der Zeit von selbst heraus. Einen Heißluftföhn braucht man im Alltag nicht.
Die Bürste dient nur der Demonstration. Mit einer Drahtbürste sollte niemand über ein Auto gehen, auch nicht, wenn es foliert ist.
„Ihr könnt jetzt sehen, wie leichte kleine Oberflächenkratzer einfach durch Wärme wieder verschwinden.“
Tobias Ziegler
Was passiert bei Steinschlag und Schlüsselkratzern?
In der Rubble-Bubble-Kiste prallen Eisenwürfel auf das Musterblech und simulieren Steinschläge. Der Lack auf der linken Seite ist danach stark demoliert. In der Folie sieht man an einzelnen Stellen Druckpunkte, mit Wärme werden sie geringer, gehen aber nicht alle heraus. Entscheidend ist: Die Macken sind in der Folie, nicht im Lack. Durch ihre Dicke absorbiert die Folie Steinschläge. Bei einer Fronthaube aus Aluminium kann sich das Blech bei extrem dicken Steinen trotzdem verformen, die Lackoberfläche bleibt geschützt.
Schlüsselkratzer zeigt Tobi an einer Tafel, die seit Jahren in Benutzung ist. Auch wenn Sonne und Wärme einen tiefen Kratzer nicht mehr aus der Folie holen: Solange er nicht ganz durch die Folie geht, bleibt der Lack darunter geschützt.
Weil ein Kunde das nicht glauben wollte, wurde auf der Rückseite unten die Folie abgezogen. Darunter ist der Lack unbeschädigt, die Klebereste sind bewusst noch drauf. Wer die Musterbleche selbst sehen möchte, kann mit Termin vorbeikommen.
„Es ist, wie wenn du sagst, ich habe einfach die bessere Versicherung, in der Hoffnung, dass ich sie nie brauche.“
Tobias Ziegler
Schablone oder von der Rolle: wie wird XPEL zugeschnitten?
Farbfolie ziehen wir von der Rolle, messen alles aus und schneiden sie am Fahrzeug zu. Für XPEL gibt es eine Datenbank mit vorgezeichneten Schablonen für sehr viele Fahrzeuge, beim Porsche 911 GT3 RS etwa für Stoßstange, Türen, Motorhaube, Kotflügel und Spiegel. Der Plotter schneidet sie passgenau aus.


Zugriff auf das Programm haben nur geschulte und zertifizierte Verarbeiter. Wer keine Schulung hat, kann die Folie nur von der Rolle schneiden.
Die Standardschablonen hören direkt an der jeweiligen Karosseriekante auf. Wir nutzen die Schablonen, überarbeiten sie aber. Es gibt also drei Wege: die Standardverklebung, überarbeitete Schablonen und alles von der Rolle. Jeder hat Vor- und Nachteile, die wir mit dem Kunden durchgehen. Entscheiden soll am Schluss der Kunde.
Neue Videos aus der Halle zeigen wir auf YouTube und Instagram.
Lackschutzfolie für Ihr Auto?
Vereinbaren Sie einen Termin. Dann zeigen wir Ihnen die Musterbleche in der Halle und besprechen, welche Stellen sich bei Ihrem Auto lohnen.
Weitere Videos zur Lackschutzfolie.
Porsche 992 GT3: das Rundum-Sorglos-Paket
Ein neuer 992 GT3 im Hänger direkt vom Porsche Zentrum zu uns: Komplettfolierung, Innenraum, was demontiert wird und warum, dazu ein Porsche Turbo Cabrio mit 40.000 km zum Vergleich.
8 Kapitel
- 0:00Neuer 992 GT3 im Rundum-Sorglos-Paket
- 0:37Waschen, Ausdampfen und Politur auch beim Neuwagen
- 1:47Kotflügel mit Scheinwerfer: Schwarz verzeiht nichts
- 2:25Carbonteile und CYS-Carbonfolie mit Lackschutz
- 3:19Innenraum: Einstiege, Mittelkonsole und Display
- 4:57Was wird demontiert? Garantie und Porsche Approved
- 7:31Seitenteil foliert, Porsche-Dreieck wieder drauf
- 8:06Turbo Cabrio mit 40.000 km: zu spät für Lackschutzfolie
Das Wichtigste in Kürze
- 0:16Der Kunde hat das Rundum-Sorglos-Paket gebucht. Abgeholt wurde der GT3 im geschlossenen Hänger direkt am Porsche Zentrum, er war also nie auf der Straße.
- 0:47Auch ein Neuwagen wird erst gründlich von Hand gewaschen, alle Ritzen und Kanten werden ausgedampft, dann wird er poliert. Erst danach kommen die überarbeiteten Schablonen.
- 2:38Die Blende vorne ist mit CYS-Carbonfolie überzogen. Sie ändert die Optik und schützt zugleich wie Lackschutzfolie.
- 4:03Innen sind die Carbonleisten, die Einstiege und die hochglänzende Mittelkonsole foliert, das Display in matt.
- 5:08Demontiert wird nur nach Absprache, weil sonst Garantie, Gewährleistung oder Porsche Approved erlöschen können. Am GT3 kamen nur Seitenblinker, Porsche-Wappen und der verstellbare Flügel ab.
- 8:20Einem Porsche Turbo Cabrio mit 40.000 km hat Folien-Factory von Lackschutzfolie abgeraten: Seitenteil und Schweller sind schon zu stark verschlagen. Er bekommt stattdessen Aufbereitung, Lackkorrektur und Keramikversiegelung.
Porsche GT3: Wo Steine und Schmutz den Lack treffen
Ein voll folierter 991.2 GT3 zur Nachkontrolle: wo Steine und Schmutz anschlagen, Kanten ohne Demontage und Carbon mit transparenter Folie kombiniert.
10 Kapitel
- 0:00Porsche 991.2 GT3, voll foliert, zur Nachkontrolle
- 0:37Ohne Demontage und trotzdem ohne sichtbare Kante
- 1:22Das originale Porsche-Dreieck kommt wieder drauf
- 1:52Schriftzüge abnehmen oder ausgeschnitten lassen
- 2:37Front und Carbondach: CYS Carbon plus transparente Folie
- 3:29Wo Steine und Schmutz den Lack treffen
- 4:14Kotflügel, Schweller, Seitenteil und Tür
- 5:10Teilpaket: Schweller und Seitenteil
- 5:45Dach und Heckflügel
- 6:22Spuren abwaschen, der Lack bleibt geschützt
Das Wichtigste in Kürze
- 0:43Am GT3 wurde nichts demontiert, weil das dem Kunden wegen Garantie und Gewährleistung wichtig war. Je nach Wunsch wird mehr oder weniger demontiert.
- 1:11Am Spiegel wird die Folie ohne Demontage drübergespannt und wieder entlastet. So bleibt keine Sichtkante.
- 1:43Nach der Vollfolierung des Seitenteils kommt das originale Porsche-Dreieck wieder drauf.
- 2:18Wer keine Folienkante sehen will, lässt die Schriftzüge abnehmen und wieder aufkleben. Bleiben sie dran, wird die Folie darum herum ausgeschnitten.
- 2:52Auf der Front sind CYS-Carbonfolie und transparente Folie so aneinandergesetzt, dass man den Übergang kaum spürt.
- 3:40Steine und Schmutz treffen nicht nur die Front, sondern auch Kotflügel, Schweller, Seitenteile, Türen, Heckstoßstange und den Heckflügel.
Aktuelle Projekte: Enzo, 918 Spyder, 296 Speciale
Ein Porsche 918 nach 12 Jahren mit Folie, eigene Schablonen ohne Demontage und CYS Carbon am BMW M2.
5 Kapitel
- 0:00Bentley Continental GT und Porsche 918 nach 12 Jahren Folie
- 1:58Ferrari 296 Speciale: Vorbereitung und eigene Schablonen
- 4:48Ferrari Enzo: Folierung ergänzt und keramikversiegelt
- 7:45Dampfgerät für Ritzen und Kanten in der Vorbereitung
- 8:39BMW M2: CYS Carbon Hochglanz statt klassischer Carbonfolie
Das Wichtigste in Kürze
- 1:22Porsche 918 Spyder: Die Front war seit der Auslieferung foliert. Nach 12 Jahren reichte dort ein Poliergang, am ungeschützten Heck waren es zwei bis drei.
- 2:17Der Ferrari 296 Speciale kam per Hänger direkt vom Händler, keinen Meter gefahren, und wurde vor dem Folieren komplett gewaschen und gedampft.
- 3:29Überarbeitete Schablonen: kein Stoß in der Fläche, der Spiegel bleibt samt Fuß dran, demontiert wird nichts.
- 5:02Ferrari Enzo: Alle fehlenden Teile wurden mit eigenen Schablonen von Hand foliert, dazu Keramikversiegelung auf Folie, Glas und Felgen.
- 7:45Der Dampfreiniger kommt beim Waschen, nach dem Polieren und kurz vor dem Folieren zum Einsatz.
- 9:04Statt normaler Carbonfolie nimmt Folien-Factory die Hochglanz-Carbonfolie von CYS: Sie schützt durch ihre Dicke und die TPU-Beschichtung.