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Wie sieht ein 918 Spyder nach 12 Jahren Folie aus?

Frisch angeliefert steht ein Bentley Continental GT auf dem Waschplatz, der transparente Lackschutzfolie bekommt. Dahinter ein Porsche 918 Spyder, schon einige Jahre alt. Der Besitzer hat gleich nach der Auslieferung ein Frontpaket kleben lassen: Stoßstange, Motorhaube, einen Teil vom Spiegel und den Fensterrahmen inklusive Seitenschweller.

Porsche 918 Spyder in Schwarz von vornHeck des Porsche 918 Spyder

Nach 12 Jahren haben wir die alte Folie abgezogen und das Auto gewaschen. Vorn, wo die Folie war, hat ein Poliergang gereicht. Hinten am Heck, das ungeschützt war, waren es zwei bis teilweise drei. Jetzt bekommt der 918 eine Komplettfolierung mit überarbeiteten Schablonen.

Im Video ab 0:47

Warum eigene Schablonen am 296 Speciale?

Der Ferrari 296 Speciale Aperta in Gelb mit Carbon und schwarzen Streifen kam per Hänger direkt vom Händler und war noch keinen Meter gefahren. Er hat trotzdem das ganze Programm durchlaufen: komplette Wäsche mit Dampfen aller Ritzen und Kanten und noch einmal Polieren, obwohl er vom Aufbereiter kam. So ist der Untergrund absolut homogen und alle Wachse sind herunter. Motorhaube inklusive Carbon, Kotflügel und Tür sind schon foliert, es folgen die Einstiege und Streifen auf den Sitzwangen.

Tür und Spiegel des gelben Ferrari 296 SpecialeFront des gelben Ferrari 296 Speciale mit schwarzem Streifen

In der Originalschablone gibt es an der Tür einen Schnitt, an dem die Folie zusammengefügt wird. Bei einem so hochwertigen Auto finden wir das nicht schön. Der Spiegel samt Fuß bleibt dran, demontiert wird nichts, und trotzdem bearbeiten wir die Schablone so, dass es weder einen Schnitt noch eine Umrandung gibt. Auch die Umrandung um den Griff wird um ein paar Millimeter verlängert, damit wir sie hineinlegen können. So gehen wir Bauteil für Bauteil durch.

Im Video ab 1:58

Wie ergänzt man eine bestehende Folierung?

Wann und wo der gelbe Ferrari Enzo foliert wurde, wissen wir nicht. Einen Teil der Folie haben wir gelassen, ein paar Teile entfernt, und viele Elemente waren gar nicht foliert, zum Beispiel der ganze Spiegel und die Innenflächen. Mit eigenen Schablonen und Handarbeit am Auto haben wir alles foliert, was lackiert ist.

Hinterer Kotflügel des gelben Ferrari EnzoEinstieg und Cockpit des Ferrari Enzo mit Carbon

Auch der Einstieg ist foliert, alles aus Carbon, wo man mit den Füßen hinkommt, bis zur oberen Kante. Ein Kratzer dort würde bedeuten, die Folie auszuföhnen oder neu zu kleben, ohne Folie müsste das Carbon nachlackiert werden. Zum Schluss kam eine Keramikversiegelung auf Folie, Glas und Felgen.

Im Video ab 4:48

Wozu das große Dampfgerät?

Kleine Dampfer kennen viele. Wir haben inzwischen ein großes Gerät mit zwei Anschlüssen und bis zu 10 m Schlauch, sodass wir nur noch das Kabel ziehen müssen. Wir nutzen es während der Wäsche, nach dem Polieren, um Ritzen und Kanten durchzublasen, und noch einmal kurz vor dem Folieren. Wie die Vorbereitung abläuft, zeigt der Artikel So bereiten wir ein Auto auf die Folie vor.

Im Video ab 7:45

Welche Carbonfolie für den BMW M2?

Am BMW M2 wurde die Front foliert, dazu wollte der Kunde ein Bauteil in Carbon-Optik. Normale Carbonfolie finden wir nicht schön, nicht zeitgemäß und schon gar nicht passend für solche Fahrzeuge.

Front des weißen BMW M2 mit LackschutzfolieHochglanz-Carbonfolie von CYS neben weißem Lack am BMW M2

Wir nehmen dafür immer die Hochglanz-Carbonfolie von CYS. Sie schützt durch ihre Dicke und die TPU-Beschichtung obendrauf und ist für uns die einzige Carbonfolie, die für solche Autos infrage kommt.

„Wir sind keine Fans von Carbonfolie, die ist einfach nicht schön.“

Tobias Ziegler

Im Video ab 8:39

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